Die Welt
Tikatakatal ist die Welt. Der Summwald ist eine Gegend darin. Dort steht der Hausbaum, und dort wohnen Gruvi, Fanki und ihre Nachbarn.
Die Gegenden
Jede Gegend hat einen Klang im Namen. Fünf gibt es. Erzählt wird bisher nur aus dem Summwald, die anderen vier sind noch still.
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Summwald
Ein Wald, und mittendrin der Hausbaum. Hier summt es von unten bis oben, und hier spielen alle Geschichten, die es bisher gibt.
Wer hier wohnt: Gruvi und Fanki im Stamm, Erwin Erdkröte unter der Wurzel, Daniel Dachs in seinen Gängen, Otto Ohrwurm im morschen Holz, Theo Trommelwirbel und Tilo Triller an den Ästen, die Ameisen-Brassband am Stamm entlang, Selma Schnecke und Hugo Hirschkäfer unterwegs, Heiner Häher und der Finkenchor in der mittleren Krone, Frida Fledermaus kopfüber in der alten Spechthöhle, die Waldohren auf ihrem blanken Ast, Gustav Grille im Blattwerk, die Lichtcrew überall und Karla Kauz ganz oben im Wipfel.
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Schmatzmoor
Weiches nasses Land, in das man einsinkt. Hier schmatzt, blubbert und saugt es bei jedem Schritt.
Wer hier wohnt: steht noch nicht fest.
Noch still, hier ist keine Geschichte -
Bimbamberg
Ein Berg mit weiter Sicht. Hier bimmelt es, und die Töne tragen bis ins Tal.
Wer hier wohnt: steht noch nicht fest.
Noch still, hier ist keine Geschichte -
Raschelheide
Offenes trockenes Land ohne Bäume. Hier raschelt der Wind im harten Gras.
Wer hier wohnt: steht noch nicht fest.
Noch still, hier ist keine Geschichte -
Hallhöhle
Eine Höhle im Fels. Wer hineinruft, bekommt seine eigene Stimme zurück.
Wer hier wohnt: steht noch nicht fest.
Noch still, hier ist keine Geschichte
Wer im Hausbaum wohnt
Je höher jemand wohnt, desto höher klingt er. Ganz unten der tiefste Ton, ganz oben der höchste.
- GruviWohnt im Stamm, hinter der Astlochtür. Sobald Musik läuft, werden seine Augen rund wie Plattenteller. Er legt das Ohr an alles, was klingen könnte.
- FankiWohnt mit Gruvi im Stamm. Bei Musik blitzen ihre Augen wie eine Discokugel. Sie pustet immer erst über die Platte, auch wenn gar kein Staub darauf ist.
- Erwin ErdkröteSitzt in der Spalte unter der Wurzel und macht den tiefsten Ton der Welt. Zu allem sagt er erst einmal „hmmmja“.
- Theo TrommelwirbelDer Specht in den unteren Ästen. Er klopft den Takt und kann damit nicht aufhören, auch nicht im Gespräch.
- Frida FledermausHängt kopfüber in der alten Spechthöhle. Sie ruft so hoch, dass niemand sie hört, und sie ruft trotzdem.
- Selma SchneckeTrägt ihr Haus und einen winzigen Rucksack. Sie sagt kein Wort, sie hebt einen Fühler. Ihr Ton ist die Pause.
- Die Ameisen-BrassbandBläser am Stamm entlang, laut und genau. Sie halten nie an, jede Antwort fällt im Vorbeimarschieren.
- Der FinkenchorMehrstimmig in der mittleren Krone. Sie zählen sich immer erst falsch ein.
- Die WaldohrenEine Eulenfamilie auf einem blanken Ast. Sie schreien alles, auch das Gutenachtsagen.
- Otto OhrwurmSitzt im morschen Holz und weiß etwas, das niemand gefragt hat. Er fängt gern mit „Genau genommen“ an.
- Die LichtcrewGlühwürmchen mit winzigen Arbeitsgurten. Sie sprechen nicht, sie blinken. Einmal blinken heißt ja.
- Karla KauzWohnt im Kistenturm im Wipfel und wacht nachts. Sie dreht den Kopf ganz herum, statt sich umzudrehen.
- Hugo HirschkäferTrägt alles auf einmal, verliert dabei ständig das Gleichgewicht und fängt sich gerade noch.
- Heiner HäherKennt da jemanden. Der Jemand kommt selten.
- Daniel DachsGräbt unter der Wurzel und kommt immer aus einem anderen Loch heraus, als er hineingegangen ist.
- Gustav GrilleGanz oben im Blattwerk. Jeden Sommer fängt er mitten im Ton wieder an.
- Tilo TrillerDer Kleiber. Er läuft kopfüber am Stamm herab und hat seinen Eingang mit Lehm passend kleiner gemauert.